Die schönsten Récamieren, Chaiselongues & Daybeds der Saison

Récamieren und Co. sind weder Fisch noch Fleisch. Beziehungsweise: weder Sofa noch Sessel. Dafür sind sie aber die idealen Begleiter für alle, die gern in der Halb-Horizontalen entspannen, lesen oder ein Nickerchen machen. Damit das auch noch gut aussieht, haben wir die schönsten Modelle der Saison zusammengestellt.

Darüber hinaus klären wir die Frage, ob und welche Unterschiede es zwischen Récamieren, Chaiselongues und Daybeds gibt.

Récamiere, Chaiselongue & Daybed – die Unterschiede

Der Zweck ist unumstritten der Gleiche: zurücklehnen, Füße hochlegen und entspannen. Was aber sind die Unterschiede zwischen Récamieren, Chaiselongues und Daybeds? Wir klären auf und verraten so viel vorab: ihren Ursprung haben alle drei in der Antike bzw. dem römischen Reich. Das dort beliebte Triclinium, ein „Speisesofa“, gilt als Urversion aller Möbel, die sich irgendwo zwischen Sofa, Bett und Sessel bewegen.

Die Chaiselongue

Der „älteste“ Vertreter seiner Art feierte seine Hochzeit im 19. Jahrhundert in Frankreich. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: langer Stuhl. Charakteristisch für eine Chaiselongue sind eine niedrige Höhe, ein erhöhtes Kopfende und eine opulente Polsterung. Heute wird der Begriff Relaxliege häufig synonym verwendet.

Die Récamiere

Die Récamiere stellt im Prinzip eine Weiterentwicklung der Chaiselongue dar. Sie zeichnet sich in der Regel durch hochgeschwungene Armlehnen und den Verzicht auf eine Rückenlehne aus. Verantwortlich für den Namen ist die Französin Julie Récamier, die von dem  Maler Jacques-Louis David auf dieser Art Möbel verewigt wurde. Gleichbedeutend wird oftmals auch der Begriff „Ottomane“ verwendet.

Das Daybed

Mit dem Erfolg der Sitzmöbel-Familie „Barcelona“ von Ludwig Mies van der Rohe im Jahr 1930 wurde der Begriff „Daybed“ geprägt – und ist bis heute eng mit dem Design-Klassiker verbunden. Möbel, die als Daybed bezeichnet werden, können über eine Rückenlehnen verfügen, müssen es aber nicht. Auch verstellbare Kopf-, Fuß- oder Armlehnen sind möglich und machen mit wenigen Handgriffen ein Sofa aus dem gemütlichen Liegeplatz. Wie der Name schon sagt, eignet sich das Daybed perfekt für ein Nickerchen.

de Sede 2878 – Récamiere der etwas anderen Art

Die Premium-Ledermanufaktur de Sede aus der Schweiz hat mit dem Modell DS-2878 die wohl unkonventionellste Récamiere überhaupt geschaffen. Die außergewöhnliche Liege erinnert nicht nur an einen überdimensionalen Boxhandschuh – sie ist quasi einer. Wenn auch natürlich wesentlich weicher gepolstert und ohne Hand darin. Im Maßstab 7:1 gefertigt, überzeugt die Reedition aus dem Jahr 1978 nicht nur Boxfans, sondern auch Liebhaber ausgefallener Kult-Möbel. Wie im Original besticht die Récamiere durch einen zweifarbigen Bezug und eine markante Schnürung. Übrigens: wer den Boxsport gern ganzheitlich in sein Wohnkonzept integrieren möchte, ist mit dem Modell DS-2878/60, einem passenden Boxsack, gut beraten.

D-LIGHT von KFF

Das Design von Steven Schilte kommt ganz „KFF-like“ unaufgeregt und klassisch daher. Die Chaiselounge ergänzt das beliebte Programm D-LIGHT für alle, die gern die Füße hochlegen und auf dabei nicht auf maximalen Komfort verzichten wollen. Die verlängerte Sitzfläche von 1,20 m wird von einer praktischen Armstütze eingerahmt und ist opulent gepolstert. Ob als Mittelraummöbel oder Teil der Sitzgruppe – die D-LIGHT Chaiselounge fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein.

Barcelona Daybed

Der bereits eben erwähnte Klassiker, das Barcelona Daybed, hat auch knapp 90 Jahre nach der Premiere nichts von seinem Zauber verloren. Der stattliche Preis für dieses Modell ist unter anderem in der aufwendigen Herstellung begründet. 72 einzelne Lederpaneele werden geschnitten und anschließend von Hand eingefast und getuftet. Die Paneele sowie die Knöpfe stammen dabei grundsätzlich aus einer einzigen Haut. So oder so: die schlichte Eleganz in Kombination mit dem charakteristischen Muster macht das Barcelona Daybed zu einer unvergänglichen Design-Ikone mit hohem Wiedererkennungswert.

Dusk von Riva 1920

Ein weiteres, ungewöhnliches Exemplar aus der Gattung der Récamieren ist das Modell Dusk von Riva 1920. Verantwortlich für die Gestaltung des Liegestuhls aus massivem Zedernholz ist dabei kein Geringerer als Karim Rashid. Das von Hand gefertigte Möbelstück bedient sich der Form des menschlichen Körpers und verfügt im Kern über zwei symmetrische Komponenten mit mittigem Spalt. Das duftende Zedernholz ist dabei unbehandelt und macht so aus jedem Stück ein echtes, naturbelassenes Unikat.

Time Out von tommy m

Eine ordentliche Portion Stil und Eleganz verkörpert die Relaxliege „Time Out“ von tommy m. Der Name ist dabei Programm und das Modell der perfekte Begleiter für die kleine Auszeit zwischendurch. Die durchgesteppte Liegefläche wird um eine komfortable Nackenrolle ergänzt – nicht nur optisch ein Highlight, sondern auch perfekt für Leseratten. Wie bei allen tommy m Möbeln wählt der Kunde auch bei der Time Out den Bezug ganz nach seinem persönlichen Geschmack und kann damit entscheiden, ob sich die Relaxliege dezent in das Gesamtbild einfügen oder als knalliger Eyecatcher den Raum dominieren soll.

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