Karim Rashid – Portrait eines Virtuosen

Karim Rashid gilt als der Popstar der Designszene – und das mit Fug und Recht: der us-amerikanische Designer ist nicht nur ein fleißiger Tausendsassa, sondern auch eine Art Kreativ-Junkie und für seine außergewöhnlichen Entwürfe weltbekannt.

Wir stellen den unverwechselbaren Produktdesigner und Künstler im Portrait vor, dessen Auftraggeber-Liste sich wie das „Who is Who“ der bekanntesten Marken liest.

Karim Rashid: Weltenbummler & Fleißbienchen

Karim Rashid erblickte 1960 in der ägyptischen Hauptstadt Kairo das Licht der Welt, wuchs in England, Frankreich sowie Kanada auf und studierte anschließend Industriedesign in Italien. Schon kurz danach ging es vom Rodolfo Bonetto Studio in Mailand aber in die Hauptstadt Japans. Rashid gründete in Tokio sein erstes Designstudio, mit dem er zwei Jahre später nach New York umzog. Aber unabhängig davon, wo sich Rashid aufhält: er ist nicht zu bremsen. Pro Jahr schafft er es gut und gerne auf über 100 Produkte, die sich teilweise millionenfach verkaufen. Besonders bekannt sind der Oh Chair aus dem Jahr 2000 für Umbra oder der Papierkorb Garbo Can von 1996. Die Liebhaber außergewöhnlicher Möbel mit einzigartigen Formen schätzen hingegen vor allem seine Retro-Möbel im Stil der 60er Jahre – wie das Sofa Superblob.

oh chair karim rashid

© Karim Rashid

Bis heute hat Rashid über 3.000 Produkte und Objekte entworfen. Zu seinen Kunden zählen Marken wie Sony, Prada, BoConcept, Alessi, Artemide, Bonaldo, Foscarini, Georg Jensen und Zanotta.

karim rashid

© Nikola Blagojevic / Spektroom.

„I Want to Change the World“ – Manifest eines Künstlers, der die Welt bewegt

Was Rahid von vielen anderen seiner Zunft unterscheidet, ist sein außergewöhnliches Auftreten und sein unverwechselbarer Stil, auch bezogen auf sein persönliches Erscheinungsbild. Wo auch immer er auftaucht: erstaunte Blicke sind ihm sicher. Ob es an den auffälligen Tattoos liegt oder einer Kombination aus einem knallpinken Hemd und einem reinweißen Sakko: Rashid fällt ebenso auf wie seine einzigartigen Entwürfe. Das alles nutzt der ambitionierte Freigeist, der nebenbei übrigens auch als DJ auftritt und Kleidung kreiert, um die Grenzen zwischen Design und Kunst fließen zu lassen. Mit seinem persönlichen Manifest „I Want to Change the World“ , das 2001 erschien, etablierte er den Begriff „Beautification“, erläuterte seine persönliche Vorstellung der Welt als eine Art Blase und erklärte seinen Traum von einer globalisierten und besseren Zukunft für jeden. Spätestens mit dieser Veröffentlichung setzte er sich selbst, seiner Epoche und der gesamten Designszene ein Denkmal, dessen Wirkung noch lange nachhallen wird. 

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