Fehler beim Einrichten – so werden sie vermieden

Nobody´s perfect – daher unterlaufen auch den Besten hin und wieder Einrichtungsfehler. Einige schleichen sich dabei ganz besonders gerne ein – und zwar ganz unabhängig von Geschmack oder Stilempfinden.

An welchen Stellen und in welchen Räumen besonders viele Stolpersteine lauern und wie Sie Fehler beim Einrichten effektiv und zielgerichtet vermeiden, verraten wir Ihnen jetzt.

Accessoires falsch arrangieren

Die folgende, goldene Regel der Innenarchitektur wird nur allzu gerne ignoriert und damit zu einem der größten Einrichtungsfehler: Accessoires und Deko-Objekte sollten immer nur in ungerader Anzahl arrangiert werden. Probieren Sie es am besten einmal aus. Sie werden feststellen: zwei Vasen nebeneinander sehen einfach irgendwie falsch aus. Reduzieren Sie die Anzahl auf eine oder erhöhen Sie auf drei. Schon wirkt der Look viel stimmiger. Zusätzlicher Tipp: Accessoire-Gruppen sollten immer eine Gemeinsamkeit miteinander teilen sowie einen Unterschied aufweisen. Also entweder drei blaue Vasen in unterschiedlichen Formen und Größen oder eine blaue, eine grüne und eine türkise Vase in jeweils gleicher Form und Größe.

 

fehler beim einrichten accessoires

© „River“ von Fleur Ami

Schlechtes Beleuchtungskonzept

Ein schlechtes Beleuchtungskonzept oder – noch schlimmer – ungemütliches Licht kann die gesamte Atmosphäre eines Raumes zunichte machen. Es lohnt sich also, etwas Zeit in das Thema Lichtdesign zu investieren und raumbasierte Beleuchtungskonzepte umzusetzen. Generell gilt: lieber auf mehrere, kleine Lichtquellen setzen als den gesamten Raum mit grellen Strahlern lichttechnisch zu überfluten. Denken Sie daran: Ihr Zuhause ist kein Fußballstadion, sondern ein Ort der Gemütlichkeit und des Wohlfühlens. Nutzen Sie Ihre unterschiedlichen, indirekten Lichtquellen, um Ihre Räume optisch zu gliedern und ihnen gleichzeitig Tiefe zu verleihen. Und vergessen Sie die Kerzen nicht.

einrichtungsfehler vermeiden

© Beads Copper & Gunmetal by Innermost

Stilbruch durch Haushaltsgegenstände

Ein typischer Einrichtungsfehler, der Unruhe und Unordnung in das Gesamtbild bringt, ohne dass man es überhaupt merkt. (Notwendige) Haushaltsgegenstände wie Spülmittelflaschen, Lappen oder Verpackungen ruinieren den Stil. Weil es wenig Sinn macht und darüber hinaus auch zu aufwändig ist, alle Utensilien sofort nach Benutzung direkt wieder in Schränken und Schubladen zu verstauen, stehen und liegen Cornflakes-Packungen, Schwämme, Spülbürsten, Nagelscheren, Untersetzer und Co. meist in der Gegend herum. Abhilfe schaffen ist aber kein Hexenwerk. Investieren Sie beispielsweise in dezente Vorratsdosen oder Kisten und hochwertige Heimtextilien. Profi-Tipp für das Spülmittel: entweder in neutrale und farblich passenden Pumpflaschen füllen oder einen Spülmittelspender in das Spülbecken integrieren lassen.

Kunst keinen Raum geben

Ob ausdrucksstarkes Gemälde oder puristische Skulptur: Kunst braucht Raum. Machen Sie nicht den Fehler beim Einrichten, Ihre Kunstobjekte untergehen zu lassen. Künstlerische Bilder sollten für sich an der Wand wirken und proportional richtig eingesetzt werden. Also bitte kein DIN A4 Format an der großen Wohnzimmerwand. Wertvolle Skulpturen wiederum haben nichts zwischen Hunderten von Büchern und anderem Kleinkram im vollgestopften Regal verloren. Platzieren Sie sie separat, damit sie auch wirklich wirken können. Sehr gut geeignet ist beispielsweise die obere Ablage auf Side- oder Highboards mit geschlossenen Schubladen.

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© „SOMA“ von Kettnaker

Zu bunt treiben

Bei einer Vorliebe für knallige Farben, auffällige Muster und verschiedene Einrichtungsstile gilt: weniger ist mehr. Zügeln Sie Ihre Leidenschaft und setzen Sie pro Raum nur ein Wohnkonzept um. Wer beispielsweise im Wohnzimmer den rauen Industrial Style bevorzugt, sollte keine skandinavische Deko dazwischen mixen. Achten Sie bei den vorherrschenden Farben darauf, dass sich selbige nicht beißen. Sie lieben auffällige Muster und unkonventionelle Designs? Kein Problem, aber beschränken Sie sich auf ausgewählte Ecken. Leben Sie diese Passion beispielsweise in Form unterschiedlicher und auffälliger Sofa-Kissen aus, halten Sie dann aber das Sofa selbst und Wand dahinter möglichst dezent. Weiterer Tipp: Konzentrieren Sie sich bei den Basics (Böden, Wände, große Möbel) auf natürliche Materialien und Farben – dann können Sie sich bei der Deko, den Textilien und Accessoires so richtig austoben.

Alpina als Einstellung

Weiß, weiß, weiß gleich langweilig, langweilig, langweilig. Viele haben eine regelrechte Angst vor Farben. Und genau das ist einer der häufigsten Einrichtungsfehler. Dabei muss es ja gar nicht immer direkt knallen. Bereits einzeln akzentuierte Wände in Grau oder Sand-Tönen können die Atmosphäre eines Raumes schon massiv aufwerten. Wer hingegen eine Portion Mut und Gespür für Trends mitbringt, setzt auf dunkle Wandfarben wie Anthrazit, Seegrün oder Bordeaux-Rot. So oder so gilt: Farbe vor, Alpina-Weiß zurück.

Räume nicht ausnutzen

Ein Einrichtungsfehler, der häufig bei großen Räumen gemacht wird: alle Möbel stehen brav und akkurat an der Wand. Dazwischen: Leere. Das Ergebnis: eine ungemütliche Atmosphäre. Wer über eine ausreichende Fläche verfügt, sollte diesen Fehler beim Einrichten unbedingt vermeiden. Nutzen Sie stattdessen den Raum aus. Stellen Sie das Sofa in die Mitte des Wohnzimmers und grenzen Sie den Bereich beispielsweise optisch durch einen trendigen Teppich ab. Oder setzen Sie stylische Sideboards und offene Regale als Raumteiler ein. Das ist Ihnen zu viel? Kein Problem, mit einem kleinen Trick erzielen Sie ebenfalls den gewünschten Effekt: rücken Sie die großen Wohn- und Polstermöbel einfach ein Stück von der Wand ab und/oder drehen Sie sie um ein paar Grad. Schon wirkt der Raum viel gastlicher und gemütlicher.

einrichtungsfehler

Seidenteppich von Walter Knoll

 

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