Diese Fehler sollten Sie bei der Küchenplanung vermeiden

Typische Einrichtungsfehler in der Küche machen sich spätestens mit der ersten Nutzung bemerkbar. Von der Geräte-Auswahl über die Höhe der Arbeitsplatte und Anordnung der einzelnen Schränke kann leider mehr schiefgehen, als man es zunächst vermutet.

Wir haben die Top X der häufigsten Einrichtungsfehler in der Küche für Sie zusammengestellt. Damit sind Sie bestens für Ihren Besuch im Küchenstudio gewappnet.

Fehler 1: Farbflash

Erinnern Sie sich an die 1970er Jahre? Das war in der Innenarchitektur vor allem die Zeit der Orange- und Brauntöne. Problem: einige Jahre später mochte das keiner mehr sehen. Trendfarben sind naturgemäß leider nur so lange schön, wie sie im Trend sind. Und weil es sich bei der Küche in der Regel um eine Einrichtung handelt, die mindestens zehn, eher 20, Jahre Ihr Heim schmücken soll, seien Sie vorsichtig mit Farben. Ein leuchtendes Rot, das Sie momentan schick und unkonventionell finden, stört Sie vielleicht schon nach drei Jahren.

© Häcker

Auf der sicheren Seite sind Sie immer mit dezenten Nuancen. Creme, Weiß, Grau oder natürliches Holz sind nahezu zeitlos und passen zu allen anderen Akzenten. Die außergewöhnliche Alternative: schwarze Küchen. Sie vermitteln ebenfalls eine zeitlose Eleganz, sind aber nicht so „mainstreamig“. Achten Sie aber darauf, dass der Raum eine entsprechende Größe aufweist, damit die dunklen Farben nicht erdrücken. Wer auf knallige Farbtupfer in seiner aktuellen Lieblingsnuance nicht verzichten will, löst das einfach über eine farbige Rückwand oder entsprechende Deko. Die lässt sich dann auch schnell und einfach wieder austauschen, wenn man sich satt gesehen hat. 

© Nobilia

Fehler 2: chaotische Anordnung

In der Küche sollten die Wege kurz sein. Sind beispielsweise Herd und Spüle weit voneinander entfernt, tragen Sie den heißen Topf mit den Kartoffeln quer durch den Raum, bis Sie ihn abgießen können. Eine Regel aus der Innenarchitektur gegen Einrichtungsfehler in der Küche hilft, das zu vermeiden: denken Sie in Dreiecken.

Die wichtigsten Stationen (Herd, Spüle, Kühlschrank) sollten ein imaginäres Dreieck bilden. So gestalten Sie alle Abläufe effizient und komfortabel. Aber Vorsicht: zu nah aneinander sollten sich die Geräte auch nicht befinden. Sonst kühlt der Kühlschrank gegen die Wärme des Backofens an und verbraucht unnötig viel Energie.

Fehler 3: zu wenig Arbeitsfläche

Während der Planung bewerten Sie die Arbeitsfläche noch als absolut ausreichend, steht die neue Küche aber erst einmal, ist davon nur noch wenig übrig. Kaffeemaschine, Toaster, Mixer und Co. nehmen mehr Platz weg, als man zunächst vermutet. Bedenken Sie daher immer, dass ein Teil der Arbeitsplatte in der Praxis nicht nutzbar sein wird. Glücklicherweise gibt es hier aber zwei denkbare Lösungen. Entweder planen Sie direkt etwas mehr Arbeitsfläche ein oder Sie schaffen nachträglich welche – beispielsweise durch eine zusätzliche, schwebende Platte oder einen Küchenwagen. Alternativ: aufräumen. Überlegen Sie, welche Küchengeräte und welches Zubehör Sie wirklich in Griffweite brauchen. Die Kaffeemaschine bestimmt, den Eierkocher vielleicht eher nicht. Verstauen Sie sämtliche Küchenutensilien in den Schränken und schaffen Sie so mehr Fläche zum Arbeiten. 

Fehler 4: zu wenig Strom und Licht

Manchmal gilt: mehr ist mehr. Das gilt in der Küche vor allem für Stromquellen und die Beleuchtung. Sparen Sie nicht am falschen Ende, sonst ist Ärger vorprogrammiert. Für optimale Lichtverhältnisse – auch in der dunklen Jahreszeit – empfehlen wir Lichtinstallationen unter und innerhalb der Oberschränke. Vor allem in Verbindung mit Milchglasfenstern ist das nicht nur praktisch, sondern auch edel. Und bei den Steckdosen gilt: besser zu viel, als zu wenig. Denn neben Küchenzubehör wie Mixer oder Toaster möchten Sie vielleicht auch einmal Ihr Smartphone oder Tablet aufladen, während es Ihnen das Rezept anzeigt. Wer kein Fan von sichtbaren Stromquellen ist, setzt einfach auf integrierte Steckdosen und in der Arbeitsplatte versteckte Kabelkanäle.

Fehler 5: auf Einbauvarianten verzichten

Vermeiden Sie lästiges Bücken und unnatürliche Bewegungen, indem Sie auf praktische Einbauvarianten setzen. Ob Backofen, Mikrowelle, Dialoggarer oder Kaffeevollautomat – befinden sich die Geräte auf Augen- bzw. Brusthöhe, lassen Sie sich gleich viel komfortabler bedienen – und sind automatisch (Klein-)kindersicher.

© Miele

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