Von Eames bis Wagenfeld – das sind die schönsten Designklassiker

Designklassiker begeistern nachhaltig und stehen für Wohnen auf höchstem Niveau. Wir haben fünf Designklassiker für Sie zusammengestellt, die auf unsere ewige Bestenliste gehören.

Zeitlose Eleganz, klassischer Chic und ein Stück echte Designergeschichte: Um es zu einem echten Klassiker zu bringen, müssen Leuchten, Möbel und Accessoires die wichtigsten Eigenschaften in sich vereinen. Auf dem Weg zum Designklassiker setzen sich vor allem Qualität und Produktdesign durch – und daran wird sich auch in den nächsten Generationen nichts ändern. Wir werfen einen Blick auf fünf der schönsten Designklassiker aller Zeiten.

Designklassiker Wagenfeld Leuchte

Mittlerweile gilt sie als Aushängeschild der Bauhaus-Ära und Ikone des Industrie-Designs, aber als die berühmte Leuchte in den 1920er Jahren das Licht der Welt erblickte, wollte sie zunächst keiner haben. Zu teuer, nicht wirklich funktional und überhaupt auch zu weit entfernt von dem Attribut „modern“, hieß es damals. Die Folge: Schluss mit der Lampe. Ein Misserfolg, der sich später als größtes Glück erweisen sollte. Denn im Gegensatz zu anderen Bauhaus-Klassikern, war die Wagenfeld-Leuchte Anfang der 80er Jahre, als der Mythos Bauhaus die Welt in seinen Bann zog, unverbraucht und unkopiert. Das an eine Petroleum-Lampe anmutende Design feierte ein Comeback, das eher einer Wiedergeburt gleichkam. Und noch heute gilt die von Wilhelm Wagenfeld und seinem Kommilitonen, dem Schweizer Carl Jacob Jucker, entwickelte Lampe als die Tischleuchte schlechthin – und übrigens auch als Bauhaus-Möbel mit dem geringsten Wertverlust.

George Nelson ball clock designklassiker

© Sailko

Designklassiker Ball Clock

Flashback in die 1950er Jahre: Wirtschaftswunder, Fortschritt, Optimismus – und der Beginn einer Designrevolution unter dem Motto „Moderne“. Auch Designer George Nelson schloss sich der Vision ein, modernes Design in die Wohnungen und Häuser des amerikanischen Mittelstands zu bringen und entwarf zahlreiche Uhren, Lampen und andere Wohnaccessoires. Kult-Status hat heute besonders seine Ball Clock erreicht, die sich heute bei autorisierten Herstellern und Händlern maximal individualisieren lässt (gut für alle, die es nicht unbedingt kunterbunt mögen).

Designklassiker Eames Plastic Chair

Wenn ein Name unweigerlich mit Designklassikern im Allgemeinen und Sitzgelegenheiten im Besonderen verbunden ist, dann wohl der von Charles und Ray Eames, die in den 1940er Jahren die Welt mit ihren Entwürfen begeisterten. Während Exemplare wie der berühmte Lounge Chair durchaus nicht in jedes Zuhause passen und bisweilen recht „brachial“ wirken können, überzeugt der Plastic Chair durch ein unaufdringliches, zeitloses Design und eine hohe Flexibilität. Ob Farbe, mit oder ohne Armlehne und ob mit Holz- oder Metallfüßen: Wer sich diesen Designklassiker ins Haus holt, kann ihn maximal an seinen Einrichtungsstil anpassen.

Designklassiker Eileen Gray Cocktailtisch

Der Bauhaus Glastisch E.1027 der irischen Designerin Eileen Gray ist nicht umsonst einer der bekanntesten Vertreter seiner Generation (und damit automatisch auch Opfer unzähliger Plagiate). Während der dezent-elegante Tisch heute vornehmlich als Beistelltisch neben Sofa oder Sessel glänzt oder als Eyecatcher im Flur seinen Platz findet, wollte seine Erfinderin eigentlich nur bequem im Bett frühstücken und entwickelte einen Glastisch mit höhenverstellbarer Tischplatte.

Designklassiker Aalto Vase

Das bekannte Kultstück der Aalto Glasmanufaktur ist nicht nur ein echter Accessoire-Klassiker, sondern auch gleichzeitig eine Hommage an die Heimat ihrer finnischen Designer Alvar Aalto und Aino Aalto (deren Name übrigens übersetzte auch „Welle“ bedeutet). Die geschwungene Glasvase, die aufgrund ihrer Asymmetrie definitiv nichts für „Monks“ ist, soll die finnische Landschaft mit ihren zahlreichen kleinen und großen Seen repräsentieren. Was die in zahlreichen Farben erhältliche Vase, die übrigens auch als Savoy-Vase bezeichnet wird, so besonders und einzigartig macht, ist die Tatsache, dass für ihre Herstellung in den 1930er und 40er Jahren sieben Glasbläser gleichzeitig beschäftigt werden mussten und die Herstellungszeit gut und gerne auch einmal 16 Stunden betragen konnte. Im Umkehrschluss bedeutete das natürlich, dass jede einzelne Vase ein Unikat war und die Handschrift des Glasbläsermeisters trug.

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