Outdoor-Trend des Jahres: Das Daybed

Schon im alten Rom entspannten sich Caesar und Kleopatra – auch tagsüber – auf einer Liege. Obwohl uns deutschen Schaffern und Machern das Entspannen generell eher schwer fällt, erlebt das Daybed auch bei uns aktuell wieder eine Renaissance.

Was ein Daybed ist, wie es sich im Zeitverlauf gewandelt hat und welche aktuellen Modelle der Premium-Outdoormöbel-Hersteller uns überzeugt haben, verraten wir jetzt.

Was ist ein Daybed?

Allein der Name Daybed (Tagesbett oder Tagesliege) ist eine Einladung zum Schlummern und Relaxen am hellen Tag. Gewöhnlich ist die Optik des Daybeds eher schlicht. Es handelt sich dabei um eine schmale Liege, die in der Regel nur einer Person Platz bietet. Eine Rücken- und Armlehne sucht man bei den Daybed Designklassikern vergebens.

In den 1920er Jahren galt das Daybed in der gut betuchten Bevölkerungsschicht als echtes Must-have und Status-Symbol bei der Innenausstattung. Es war der Ausdruck von Wohlstand; dafür, dass sich sein Besitzer das süße Nichtstun leisten konnte. Ähnlich wie schon die reichen Römer.

daybed von cane-line

© cane-line

1919 entwarf eine junge Designerin und Innenarchitektin aus Irland für eine Dame der Pariser High Society eine Liege, deren spitze und geschwungene Enden an ein Kanu erinnerten. Damit begann der Siegeszug des Daybeds. Zehn Jahre später kreierte Mies van der Rohe seinen Daybed-Designklassiker „Barcelona“. Das besondere daran: Die Matratze war mit Leder ummantelt.

daybed cane-line savannah

©cane-line

„Chill mal“ – die Aufforderung zum süßen Nichtstun

Heute ist das Daybed für uns eine provokante Aufforderung zum süßen Nichtstun. Während unsere südeuropäischen Nachbarn die Macht des Mittagsschlafs bzw. der Siesta bereits erkannt haben, tun wir uns noch schwer damit, uns tagsüber ein Nickerchen zu gönnen oder einfach einmal zu chillen. Die Tagesliegen unserer Zeit sind einladender und bequemer als die schlichten Daybed Designklassiker der Zwanziger Jahre – und auch ihr Design hat sich gewandelt. Entspannung fängt hier schon an, wenn man nur einen Blick drauf wirft.

Schnell einmal kurz hinlegen, lautet also die Devise. Und das, ohne sich vorher umziehen oder das Bett machen zu müssen. Denn Zeit ist unser knappstes Gut. Und ein kurzes Mittagsschläfchen oder eine Runde Entspannung kann jeder von uns gebrauchen. Tipp: Stellen Sie sich aber einen Wecker, sollten Sie noch etwas vorhaben. 

Das Daybed – Einzug ins Outdoor-Leben

Dank wetterfester Materialien steht dem Einzug des Daybeds in moderne Outdoor-Wohnlandschaften nichts mehr im Wege. Aus den aktuellen Kollektionen der Premium-Outdoormöbelhersteller ist es deshalb auch nicht mehr wegzudenken. So verfügen beispielsweise viele Outdoor-Kollektionen des Designermöbelherstellers Dedon über unterschiedliche Ausführungen eines Daybeds: vom Single bis zum luxuriösen Doppel-Daybed mit Baldachin. Die „Barcelona“-Kollektion verbindet das für Dedon typische Flechtdesign mit großzügigen Proportionen; Tradition mit Moderne. „Rilly“ steht für einen zeitgenössischen, grafischen Look. Seemanns-Seile und die neue Dedon-Faser „Touch“ verleihen dem Design zusätzlich maritime Leichtigkeit. Zeitlose Eleganz verspricht die Kollektion „Sealine“ von Jean-Marie Massaud. Teakholzrahmen und gemütliche Polster bringen echtes Urlaubsfeeling in den Garten.

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© Dedon

Der Münsteraner Hersteller conmoto schafft mit seinen Möbeln seit jeher Emotionen. So auch mit seinen Lounge-Möbeln für den Outdoorbereich. Die „Riva“-Lounge von Marie Schmid-Schweiger ist geprägt durch schlichte Eleganz und Extravaganz.

Das Daybed – unter freiem Himmel angekommen

Von den Daybed Desingklassikern bis zu den heutigen Outdoor-Daybeds hat die Tagesliege eine lange Entwicklung hinter sich. Trotzdem hat sich an ihrer ursprünglichen Funktionalität nichts geändert. Neue Designs machen das Daybed heute wieder salonfähig. Und moderne Materialien ermöglichen sogar den Einsatz im Outdoor-Bereich, aus welchem das Daybed inzwischen nicht mehr wegzudenken ist. Eine unausgesprochene Einladung zum Nichtstun unter freiem Himmel, die wir einfach einmal annehmen sollten.

 

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