Lichtkonzepte für jeden Raum

Ein durchdachtes Beleuchtungskonzept verwandelt jeden Raum in Ihrem Zuhause in eine Wohlfühloase – und ermöglicht gleichzeitig die uneingeschränkte Ausführung aller notwendigen Tätigkeiten. Die richtige Beleuchtung dient daher nicht nur dazu, im Dunkeln die eigene Hand vor Augen zu sehen, sondern ist auch eine wichtige Basis für unser Wohlbefinden und die Gemütlichkeit in Räumen.

Wir verraten, welches Beleuchtungskonzept zu welchen Räumen passen und worauf Sie unbedingt achten sollten.

Raumspezifisches Beleuchtungskonzept und Tipps zum Lichtdesign

Jeder Raum bietet Platz für ganz bestimmte Aktivitäten. Während das Schlafzimmer ein Ort der Ruhe und Entspannung ist, spielt sich in Wohn- und Esszimmer das Leben ab. Die Küche hingegen ist dafür eine Mischung aus Arbeitsplatz und Freizeitraum. Aus diesem Grund gibt es für jedes Zimmer im Haus unterschiedliche Tipps und Ideen bezüglich des Lichtdesigns. Wir stellen sie der Reihe nach vor und verraten, welche Art Leuchten in welchem Raum unverzichtbar sind und welche Faktoren Sie bei der Lichtplanung berücksichtigen sollten.

Arbeitszimmer

Das Beleuchtungskonzept des Arbeitszimmers muss verhältnismäßig hohe Anforderungen erfüllen, schließlich spielen hier in Kombination mit der Bildschirmarbeit auch gesundheitliche Faktoren eine Rolle. Die Kunst ist es, die Balance zwischen einem wohnlichen und einem professionellen Lichtdesign zu finden. Eine gute Möglichkeit sind hier Pendelleuchten mit direkten und indirekten Lichtanteilen für die Grundbeleuchtung. Das Niveau sollte hierbei zwischen 300 und 500 Lux liegen. Ergänzend dazu (und gerade für die Arbeit im Winter bzw. zur späten Abendstunde), sollte eine separate Schreibtischlampe vorhanden sein. Diese ist idealerweise schwenkbar und kann so flexibel direkt auf den Arbeitsplatz gerichtet werden. Dekorative Akzente können mit sanfter Hintergrundbeleuchtung, beispielsweise hinter Wanduhren oder Bildern, gesetzt werden.

Must-haves / Tipps:

  • Deckenleuchte
  • schwenkbare Schreibtischlampe
  • Lichtfarben: warmweiß, tageslichtweiß oder neutralweiß
  • Beleuchtungsstärke: zwischen 300 und 500 Lux

 

 

Wohnzimmer

Das Wohnzimmer ist in der Regel der Mittelpunkt des Familienlebens und Hauptaufenthaltsort in der Freizeit. Dementsprechend finden dort auch die unterschiedlichsten Aktivitäten statt: Fernsehen, Lesen, Relaxen, Musik hören, Spielen, Unterhalten usw. Das Beleuchtungskonzept muss deswegen vielfältig und flexibel sein. Neben einer Allgemeinbeleuchtung gilt es daher, zusätzliche Lichtquellen an strategisch günstigen Orten zu platzieren. Bei einem durchschnittlichen Wohnzimmer von ungefähr 20 m² Größe sollten mindestens drei unterschiedliche Lichtquellen vorhanden sein. Nach oben ist die Grenze nahezu offen. Für die Zusatzbeleuchtung, gerade in der Sofa-Ecke, sollten dimmbare Modelle gewählt werden. So lässt sich das Licht einfach und flexibel der Stimmung und dem Bedarf anpassen.Zu starke Kontraste sollten in jedem Fall vermieden werden. Achten Sie zudem darauf, dass keine Reflexionen auf dem Fernseher entstehen.

Must-haves / Tipps:

  • Deckenleuchte (Anbeuleuchten, Strahler oder Lampen an Seil- bzw. Stangensystem)
  • dimmbare Leuchten in der Sofa-Ecke
  • Lichtfarbe warmweiß
Schlafzimmer

Das Schlafzimmer ist eine verhältnismäßig große Herausforderung bezüglich der Lichtplanung. Zum einen dürften notwendige Lichtquellen nicht fehlen, zum anderen sollten Gemütlichkeit und Atmosphäre nicht zu kurz kommen. Zur Allgemeinbeleuchtung zählen Licht am Bett und am Schrank, weitere Akzente mit Wohlfühlcharakter können durch einen gelungenen Mix aus direkter und indirekter Beleuchtung kreiert werden. Idealerweise werden im Schlafzimmer vornehmlich dimmbare Leuchten eingesetzt. So lässt sich die Helligkeit bei Bedarf flexibel anpassen. Unser Tipp: Wechsel- bzw. Mehrfachschalter für die Allgemeinbeleuchtung / Deckenbeleuchtung am Bett und an der Tür installieren (kennt man von Hotels).

Must-haves / Tipps:

  • Allgemeinbeleuchtung (Deckenleuchte, Strahler, Stangen- oder Schienensysteme), brillant warmweiß (z. B. Hochvolt-Halogen) oder dimmbare LEDs
  • Licht am Bett. Wandleuchte oder Tischleuchte / Nachttischlampe, diffuses, weiches Licht, idealerweise schwenkbar, darf nicht blenden. Lichtstärke zwischen 18 Watt (Halogen), 5 Watt (Energiesparlampe) und 3 Watt (LED) ausreichend
  • Statt oder ergänzend zu Leuchten, die auf den Schrank gerichtet sind, Möbeleinbauleuchten einsetzen
Küche

Die Küche ist eine Art Kombination von Arbeits- und Freizeitort. Während hier zum einen Arbeiten wie Kochen und Backen erledigt werden, ist sie zum anderen vor allem ein Ort der Geselligkeit und des Zusammenkommens. Beide Bereiche sollten sich auch im Beleuchtungskonzept wiederfinden. Es bietet sich daher an, schon bei der Küchenplanung an die Beleuchtung der Arbeitsfläche zu denken. Hier können Lichtquellen unter oder in die Oberschränke integriert werden (zweiteres natürlich nur, sofern das Licht auch hindurchscheinen kann). Unabhängig davon sollte aber auch immer eine Deckenleuchte vorhanden sein. Indirektes und stimmungsvolles Licht sollte hingegen im Sitzbereich vorherrschen. So kommt auch die Gemütlichkeit nicht zu kurz.

Tipp vom Profi: Aufgrund der entstehenden (Fett-)Dünste in der Küche sollten grundsätzlich Lampen und Leuchten mit glatten, abwischbaren Oberflächen gewählt werden.

Must-haves / Tipps:

  • Deckenleuchte / Allgemeinbeleuchtung, min. 500 Lux
  • Beleuchtung der Arbeitsfläche, zwischen 500 und 600 Lux
  • Lichtquelle über dem Herd / Kochfeld (über Dunstabzugshaube oder alternativ nicht blendende Wandleuchte)
  • Leuchte über dem Esstisch (sofern vorhanden), ca. 60 cm über der Tischplatte in der Mitte
  • Lichtfarbe warmweiß
Badezimmer

Auch das Beleuchtungskonzept des Badezimmers hat einen ambivalenten Charakter. Zum einen sollte ein ausreichend starkes Licht für die Körperpflege und Aktivitäten wie beispielsweise das Schminken vorhanden sein, zum anderen darf der Wohlfühlfaktor nicht zu kurz kommen. Die richtige Beleuchtung hat sogar Auswirkung darauf, wie schnell wir morgens munter werden. Hier sorgt ein höherer Blau-Anteil im Licht für die Produktion des Wachmacher-Hormons Serotonin. Grundsätzlich sollten Sie bei der Auswahl der Leuchten darauf achten, dass diese für den Einsatz im Badezimmer geeignet sind (zu erkennen an den Sicherheitsprüfzeichen GS, ENEC oder VDE).

Must-haves / Tipps:

  • Allgemeinbeleuchtung mit warmweißer Lichtfarbe, 300 Lux (höhere Beleuchtungsstärke bei dunklen Fliesen)
  • Spiegelbeleuchtung mit tageslichtweiß oder höherem Blau-Anteil, idealerweise mit Opalglas-Abdeckung zur Vermeidung von Schatten
  • optional Akzentbeleuchtung – beispielsweise Dusche, Badewanne oder indirekte Beleuchtung der Badezimmer-Möbel
  • Auf Prüfzeichen bzw. Badezimmer-Eignung achten (VDE, GS, ENEC), über der Dusche/Wanne nur Leuchten mit Spritzwasserschutz installieren (im Zweifel Fachmann kontaktieren)
  • Strahler niemals auf Spiegel richten
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